Lernen mithilfe von Wochenplänen

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Die Schüler der Montessori-Grundschule Füssen üben wegen Corona jetzt zuhause

Auch die Montessori-Grundschule Füssen musste, wie alle übrigen Schulen im Freistaat Bayern, den Schulbetrieb einstellen. Und so wurde ein Plan erstellt, dass die Schüler zuhause lernen können.

Nachdem bereits am frühen Vormittag des 13. März feststand, dass die Schule bis zu den Osterferien nicht mehr öffnet, wurden einige Vorkehrungen getroffen, um den Schülern zeitnah Unterrichtsmaterialien mitzugeben. Dies bot sich an, da in der Montessori Schule Füssen ohnehin mit Wochenplänen gearbeitet wird. Diese werden von den Lehrkräften erstellt und bilden eine Strukturierungshilfe für die Schüler. In diesem Plan sind die Inhalte für die jeweilige Woche vermerkt und die Kinder können sich notieren, welche Aufgaben sie in welchem Umfang erledigt haben. Zusätzlich erfüllt der Wochenplan eine Selbstkontroll-Funktion für die Schüler und schafft außerdem Transparenz für die Eltern über aktuell in der Schule behandelte Themen.

Die erste Woche Unterrichtsausfall war somit gesichert, da alle Schüler ihre Pläne und die dazugehörigen Materialien bereits am letzten Schultag erhalten haben. Es wurde vereinbart, dass auch während der Schulschließung der Kontakt zu Eltern und Kindern stets gewährleistet werden soll. Die telefonische Bereitschaft wurde festgesetzt. Zudem wurde frühzeitig der Kontakt per E-Mail gesucht, da diesen Zugang alle Schüler und Eltern unserer Schule besitzen.

Über dieses Medium wurden nicht nur Arbeitsblätter und allgemeine Informationen verschickt, sondern auch Lehrvideos, Empfehlungen zu elektronischen Lernprogrammen und Rückmeldungen zu persönlichen Anliegen. Auch neue Lernhilfen sowie Übungsmaterialien zum bevorstehenden Probeunterricht für weiterführenden Schulen mit persönlichen Statements wurden auf diese Weise übermittelt.

Zudem wurde seitens der Lehrer vereinbart, dass jedes Elternhaus mindestens einmal telefonisch kontaktiert wird, um neben dem Gesundheitszustand auch die Lernsituation der Kinder zu hinterfragen. Dabei wurde notiert, welche Bereiche des häuslichen Lernens bereits gut funktionieren oder noch Hilfestellungen benötigen. Aufgrund dieser Rückmeldung erarbeiteten die Lehrer möglichst individuelle Pläne für die Schüler, um auch hier dem Montessori-Gedanken der individuellen Lernförderung Rechnung zu tragen. Auch die sehr aufwendig gestalteten und selbst gedrehten Lernvideos‚ wurden auf das entsprechende Material und teilweise sogar von Kindern der Schulgemeinschaft durchgeführt.

„Anton-App“ biete sich an

Ein weiterer wichtiger Punkt war das Lernen über elektronische Programme. Hierbei bot sich die sogenannte „Anton-App“ sehr gut an, da sie kostenlos verfügbar ist und in den Kernfächern Mathematik und Deutsch einen sehr umfangreichen Fundus an Aufgaben, Übungen und Erklärungen enthält. Zudem ist eine strukturierte Übersicht für alle Jahrgangsstufen und Lernbereiche in den jeweiligen Fächern gegeben. Aufgaben aus der App wurden mit in die Wochenpläne integriert.

Bericht: AZ Füssen / pm
Symbolfoto: ©samuel - stock.adobe.com